Zeche Walsum

Nach diversen Unterbrechungen bei den Vorarbeiten wurde 1927 mit dem Teufen der Schächte 1 und 2 des Bergwerks Walsum begonnen. Ab 1930 wurde die Förderung zum Eigenbedarf aufgenommen. Mit Fertigstellung des Nordhafen Walsum wurde 1936 die erste regelmäßige Förderung aufgenommen, 1937 wurde auch das heute noch existierende Turmfördergerüst über Schacht 1 fertiggestellt. Schacht 2 erhielt erst 1955 ein baugleiches Turmfördergerüst und wurde ebenfalls zum Förderschacht. Tatsächlich hatte Schacht 2 allerdings nur drei "echte" Seilscheiben, die vierte diente nur der Optik. Trotz eines gültigen Rahmenbetriebsplan bis 2019 wurde 2006 das vorzeitige Ende der Zeche bis 2009 beschlossen. Doch schon am 30.Juni 2008 endete die Förderung und bedeutete das Ende des Bergbaus in der Stadt Duisburg. Die Gebäude sind größtenteils abgerissen, lediglich Schacht 1 blieb als Denkmal erhalten. Schacht 2 wurde um etwa die Hälfte gekürzt und eingehaust und beherbergt die Pilotanlage der Brunnenwasserhaltung. Die insgesamt geförderten 159 Mio. Tonnen wurden zu großen Teilen im benachbarten Kraftwerk Walsum verfeuert. Das Kraftwerk wurde ab 2007 um einen Block erweitert und ist weiterhin in Betrieb, der Hafen dient heute zum Einschiffen der Importkohlen. Ferner wird auf dem Kraftwerksgelände Grubengas verwertet.

Text: Tobias Schäfer
Bilder: Martin Stanislawski (Herzlichen Dank fürs zur Verfügung stellen!)

Als letzte Schachtanlage die in Duisburg schließen musste werden die Erinnerungen an diese Zeche noch sehr wach sein. Sollten ehemalige Bergleute von Walsum Fehler finden, so bitten wir uns das mitzuteilen. Auch Geschichten, Anekdoten, lustiges und kurioses hören bzw. lesen wir gerne. Immer her damit.